• Norbert Heumann

Geplantes Sedimentrückhaltebecken im Garten 2

Aktualisiert: 11. Okt. 2021

Im September 2021 haben wir vom zuständigen Landratsamt Weilheim-Schongau die Baugenehmigung für ein Sedimentrückhaltebecken oder genauer gesagt für ein Regenwasserrückhaltebecken erhalten.

Was ist genau geplant?



Eine Bewirtschaftung und Pflege der Birnbäume im südlichen Bereich ist dann für längere Zeit nicht möglich, da das Gelände nicht begeh- oder befahrbar ist.


Zudem läuft das Wasser anschließend sehr langsam über den Entwässerungsgraben, der an unseren Garten 1 angrenzt, ab und staut sich im nördlichen Bereich von Garten 1 erneut auf, tritt dann unkontrolliert über das Bachbett und überschwemmt regelmäßig die Reihe 1 der Frühäpfel in Garten 1 für längere Zeit.

Durch die fachliche Beratung des Landesamtes für ländliche Entwicklung haben wir uns entschieden, deshalb ein Rückhaltebecken auszuheben, um das aufgestaute Regenwasser einzufangen und danach wieder kontrolliert und langsam abzugeben.

Baubeginn dieser Maßnahme wird voraussichtlich das Frühjahr 2022 sein, wenn der Boden noch leicht gefroren ist und keine großen Flurschäden entstehen.


Für die konkrete Umsetzung haben wir uns vorgenommen ca. 450m² auszuheben.

Die Teichsohle wird maximal 150cm tief sein und im Uferbereich flach auslaufen. Wir werden dabei die vorhandene Geländetopografie nützen und das natürliche Geländeprofil am Hang von Garten 1 ausnutzen.

Bis auf den künstlichen Auslauf werden wir keine künstlichen Baumaterialien verwenden und das Becken naturbelassen gestalten.

Dies gilt auch für die Uferbepflanzung. Hier kommen ausschließlich autochtone, also gebietseigene Pflanzen in Frage.

Durch die Schaffung dieses künstlichen Feuchtbiotops erhoffen wir uns nicht nur das Auffangen und Abfließen des Regenwassers zu regeln, sondern darüber hinaus auch einen weiteren umfangreichen Lebensraum für Kleinstlebewesen zu schaffen.

Auch unsere heimischen Insekten, wie Wildbienen, Hummeln und Libellen werden hier ein zusätzliches Refugium finden. Amphibien werden sich ebenfalls schnell ansiedeln.

Insgesamt passt die Maßnahme zu unserer Philosophie, mit der Anlage unserer Streuobstwiesen auch die Biodiversität auf unserem Gelände einerseits zu erhalten, aber auch zu optimieren und zu verbessern und damit vielen Tieren und Kleinstlebewesen einen gesicherten Lebensraum zu schaffen.






Die farbliche Markierung definiert den Uferbereich des geplanten Beckens. Der deutlich grüner wirkende Bereich der Wiese zeigt die starke Durchfeuchtung an.



Diese kurze Video wurde mit der Drohne nach dem Septemberregen 2021 aufgenommen. Es zeigt das überlaufende Wasser, dass uns immer wieder Probleme bereitet.

Der künstlich, mit der Hand ausgehobene kleine Graben, hilft für einen schnelleren Abfluss des Überwassers hier nur bedingt.


Sprechen Sie uns gerne auf diese Maßnahme an, wenn wir uns auf dem Gelände begegnen. Wir geben Ihnen gerne Auskunft über die umfangreichen Maßnahmen, die wir noch umsetzen wollen um die Biodiversität auf den Hohenberger-Streuobstwiesen zu fördern, bzw. oder noch zu erhöhen.




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